Zurück in der Zeit mit TimeMachine

Meine Festplatte hat die Grätsche gemacht. Physischer Schaden, meint der übergewichtige tätowierte Computermensch an seinem Riesenschreibtisch. Ich sitze ihm gegenüber, in meinem Rücken steht ein Plüschsofa und ein Bett.  Das nenne ich Homeoffice in Reinform. So gruselig hatte ich es mir nicht vorgestellt.

Aber nun bin ich mittendrin in diesem Klischee  und warte auf das Urteil. „Da kann man nix mehr machen.“ Das sagt er ganz entspannt. Daten nicht zu retten. Zumindest nicht auf einem Weg, der nicht tausende von Euros kostet. Ach. Du. Schande.

Zuerst war ich noch ganz locker. Der Laptop ist alt, dass die Festplatte irgendwann das Zeitliche segnet, war klar. Zur Entlastung nutze ich eh schon eine externe. Alles nicht so schlimm, dachte ich mir also, als die interne Festplatte auf einmal nicht mehr auffindbar war und die Überprüfung Fehlermeldungen ergab, auf die mir auch Google keine Antwort geben konnte. Hast ja brav Backups gemacht. Das letzte erst heute morgen. Ein Hoch auf TimeMachine!

Da wusste ich noch nicht, dass TimeMachine tatsächlich eine Zeitmaschine ist. Der  genauere Blick auf die Backups nämlich zeigte: TimeMachine hat mich in den Sommer 2014 zurück befördert. Das letzte Backup ist zwar von heute morgen. Es hat aber durchaus nicht den Stand von heute morgen abgespeichert. Nicht mal ansatzweise. ZEFIX!!!!

Wie, zum Teufel, kann das denn sein??

Ja, meint der Computermensch, das sei bei den älteren Macs halt so, dass TimeMachine nicht mehr die neuesten Neuerungen speichert, sondern irgend etwas. Dabei schaut er mich mitleidig an. Dass ich DAS nicht weiß! Die Kundschaft ist echt ahnungslos.

Elender Drecks*+<>°£$grrrrrmist, ja, JETZT weiß ich das auch! Nie, nie wieder verlasse ich mich auf irgendeine Technik! Mir kommen viele richtig böse Flüche in den Sinn, später, im Auto. Gottseidank sitzt diesmal kein Kind mit drin, der Lerneffekt wäre riesig und die Kindergartenerzieherin würde schamrot im Gesicht.

Und jetzt?

Arbeit aus eineinhalb Jahren beim Teufel. Texte, Fotos, Grafiken – weg. Das ist… ach, auch schon egal.

Ich mache jetzt einen Neustart. Diesmal ohne TimeMachine. Nochmal lasse ich mich nicht verarschen.

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